Meistens werden Spinnen oder Insekten als Nützlinge bezeichnet. Dieser Name kommt daher, da sie dem Menschen auf irgeneine Art nützlich sind, z. B. dadurch, dass sie Schädlinge als Nahrung gebrauchen. Schädlinge werden so genannt, da sie für den Menschen meistens in biologischer Hinsicht schädlich sind.
Bei dem Auftreten von Nützlingen gibt es eine gewisse Regel. Im 3-Jahres Abstand treten sehr viele Schädlinge auf. Da für die Nützlinge nun genug Nahrung vorhanden ist, vermehren sich diese besonders schnell und stark. Im zweiten Jahr nun sind so viele Nützlinge vorhanden, dass für sie noch ausreichend Nahrung vorhanden ist, sie vermehren sich allerdings nicht mehr so stark. Da nun die Zahl der Nützlinge gesunken ist, können sich die Schädlinge im dritten Jahr wieder stärker vermehren und der Zyklus beginnt von vorne. Dadurch stehen sich die beiden Gruppen immer im Gleichgewicht, abgesehen von geringen Schwankungen.
Da Nützlinge Schäden regulieren oder in erträglichen Grenzen halten können, werden sie auch häufig von Gärtnern im Garten ausgesetzt.
Da Nützlinge in der Nahrungskette weiter oben stehen als Schädlinge, sind Nützlinge immer in kleinerer Anzahl vorhanden als Schädlinge. Sollte dieses Verhältniss durch klimatische Bedingungen (z. B. besonders kalter Winter) gestört werden, kann dieses Ungleichgewicht durch den Einsatz von Pestiziden (auf keinen Fall bei Pflanzen, die zum Verzehr gedacht sind) ausgeglichen werden.
Da nach einem solchen Einsatz die Schädlinge sich schneller vermehren können als Nützlinge, denn deren Beute, die Schädlinge, kurz nach der Besprühung noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, wird es irgendwann zwangläufig zu einem deutlichen Überschuss an Schädlingen kommen. Unter diesen Bedingungen können sich nun Nützlinge ungehindert vermehren. Da nun deren Population über das Gleichgewicht hinauswächst, müssen abermals Chemikalien eingesetzt werden, um die Anzahl einzudemmen. Nun sind danach wieder mehr Schädlinge als Nützlinge vorhanden und wegen der oben genannten Gründe kommt es bald wieder zu einem Überschuss an Nützlingen. Ein Wiederherrstellung des natürlichen Gleichgewichts ist nicht mehr möglich. Durch diesen Teufelskreis gerät das Gleichgewicht immer mehr außer Kontrolle und es besteht kaum eine Möglichkeit ihn zu unterbrechen.
Nur eine spezielle Förderung von Nützlingen und ohne den Einsatz von Pestiziden kann man dieser Lage wieder Herr werden und hoffen, dass sich das natürliche Gleichgewicht nach einiger Zeit wieder einstellt.
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