Jedes Semester auf’s Neue geben die Dozenten und Professoren der Unis und Fachhochschulen Literaturlisten heraus mit Büchern, die sie für ihre Vorlesung oder ihr Skript verwenden oder verwendet haben. Häufig ist es kaum möglich dem Dozenten ohne diese Bücher zu folgen, manchmal macht es sogar mehr Sinn zu lesen und zuhause zu lernen an Stelle in die Vorlesung zu gehen, da die Person hinter dem Pult doch nur wiedergibt, was viel besser im Buch formuliert ist.
Nachdem das Semester dann vorbei ist, braucht man die meisten dieser Bücher aber nie wieder. Da Studenten in der Regel knapp bei Kasse sind, lohnt es sich deshalb kaum jedes Buch neu zu kaufen. Der erste Weg führt zwar in die Bibliothek. Dort sind aber selten ausreichend Exemplare vorrätig.
Empfehlenswert ist deshalb der Blick auf den Gebrauchtbüchermarkt. Zum Einen bekommt man die teuren Fachbücher dort um ein vielfaches günstiger. Zum Anderen kann man sie am Semesterende dort gleich wieder loswerden. Einen großen Verlust macht man dabei in der Regel nicht.
Gebrauchte Bücher kauft man entweder im Internet oder auf Büchermärkten, die jedes Semester von den Unis veranstaltet werden. Dort findet man in der Regel was man sucht. Wer keine Lust auf den Weg hat, sucht bei Amazon Marketplace oder Ebay oder den spezialisierteren Online Shops nach gebrauchten Exemplaren. Das am besten am Semesterende. Hier ist das Angebot groß und die Nachfrage klein.
Des Weiteren lohnt sich ein Blick ans schwarze Brett (online oder offline) der Unis. Dort bieten Studenten ihre Bücher aus dem letzten Semester zum Verkauf oder Tausch an.
Als meine beste Freundin sich entschied eine Erfahrungsreise durch Indien zu machen, fand ich diese Idee schrecklich abgedroschen. Vielleicht war ich auch einfach nur traurig, dass ich so einen Schritt nicht wagte und zu Hause blieb.
Meine Freundin schrieb mir dann regelmäßig. Für waren diese Briefe, die sie mir sendete, eine kleine Verbindung zur Heimat und zu ihrer Sprache. Sie hätte sich vorher wohl auch nicht träumen lassen, dass sie Heimweh empfinden könnte.
All ihre kleinen Anekdoten liefen in meinem Kopf zu einem Film zusammen. Irgendwann beschloss ich, ich könnte daraus doch ein Ebook schreiben. Ich schrieb die ersten Geschichten auf, malte sie so in Worte, wie ich sie in meinem Kopf sah. Das E-Book schreiben machte richtig Spaß. Ich wollte meiner Freundin eine Freude damit machen und sie damit überraschen, wenn sie wieder nach München kam. Irgendwann hielt ich es aber nicht mehr aus und musste es ihr vorher schon beichten. Sie fand die Idee genial. „Ein E-Book über all das, was ich gesehen habe? Das ist toll, ich könnte das nicht. Aber du wirst ein wirklich gutes E-Book schreiben.“
Jetzt musste ich sie natürlich auf dem Laufenden halten. Mit der Zeit brachte sie sich immer mehr in die Geschichten ein. Sie sorgte dafür, dass die Informationen, die ich brauchte so transparent wie möglich vor meinem geistigen Auge erschienen.
Aus der Reiseerfahrung wurde immer mehr ein Roman und nachdem ich alles noch einmal umschrieb, war das gesamte Werk fertig. Ich hätte nie gedacht, dass ich das könnte. So war die Selbsterfahrungsreise meiner Freundin auch eine Selbsterfahrungsreise für mich.
David Unzicker
pr@unzicker.net
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