Freizeitsportler, Leistungssportler und Hochleistungssportler haben in der Regel einen exakten Überblick über ihren Trainingsplan und ihr Trainingspensum. Allerdings wird von Sportlern, sofern sie nicht gerade einer Nationalmannschaft angehören, die Ernährung häufig für nebensächlich gehalten. Hierbei wird missachtet, dass der richtige Ernährungsplan für Sportler mindestens genauso wichtig für den Trainingserfolg ist, wie das tägliche Training.
Jeder Mensch benötigt zu einem gewissen Maße Energie um die tägliche Leistung erbringen zu können. Diese Energie wird aus der Ernährung in Form von zum Beispiel Kohlenhydraten gewonnen. Die Menge, die ein normaler Mensch an Kohlenhydraten benötigt, wird als sogenannter Grundumsatz bezeichnet. Bei Sportlern erhöht sich dieser Grundumsatz an benötigter Energie um ein Vielfaches. Dieser zusätzliche Umsatz wird Leistungsumsatz genannt. Die benötigte Energiemenge setzt sich also aus dem Grundumsatz und dem Leistungsumsatz zusammen.
Um die benötigte Energie dem Körper zuzuführen, sollte eine Mischung in der Ernährung für Sportler aus Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten, Vitamine und Mineralstoffen vorhanden sein. Die so genannte Ernährungspyramide bietet eine gute Hilfestellung zur Ermittlung der benötigten Menge der jeweiligen Nährstoffe.
Eiweiße oder auch Proteine genannt, sind der Grundbaustoff für jede Körperzelle. Insbesondere in sind Eiweiße beziehungsweise Proteine für einen schnellen und gute Muskelaufbau sehr wichtig. Grundsätzlich sollte auf eine eiweißhaltige Ernährung geachtet werden. Hierzu eignen sich insbesondere fettarmes Fleisch, Eier und Geflügel. Proteinshakes bieten ebenfalls eine sinnvolle Eiweißergänzung.
Neben Eiweißen sollten auch ausreichend Kohlenhydrate zu Ernährung für Sportler beitragen. Kohlenhydrate sind hochwertige Energielieferanten die der Körper unbedingt braucht. Der Körper wird bei einer Belastung, zum Beispiel durch Training, zunächst die frei vorhandenen Kohlenhydrate im Körper als Energie verwenden. Die Kohlenhydrate werden im Körper aufgespaltet und sodann zu den energiebedürftigen Zellen transportiert. Das bedeutet, sobald ein Sportler ad hoc Energie braucht, sollten dem Körper umgehend Kohlenhydrate hinzugefügt werden. Kohlenhydrate kommen Nudeln, Reis, Kartoffeln, und Brot vor.
Erst nachdem der Sportler sämtliche frei verfügbaren Kohlenhydrate aufgebraucht hat, greift der Körper auf die Fettreserven zurück und wandelt diese in Energie um. Fette die durch die Nahrung aufgenommen werden sind große Energiespeicher. Allerdings sollte ein Sportler bei der Ernährung darauf achten, nicht zu viele Fette zu sich zu nehmen, da die Fette erst nach Verbrauch der Kohlenhydrate in Energie umgewandelt werden. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, sofern eine Einnahme von Fett nötig ist, dass hauptsächlich hochwertige Fette eingenommen werden.
Zusätzlich sollte ein Sportler einen höheren Anteil von Vitaminen und Mineralstoffen zu sich nehmen. Diese werden ebenfalls für den Zellwachstum und Muskelaufbau benötigt und werden im Training oder während Wettkämpfen sehr schnell verbraucht.
Neben der Ernährung sollte der Sportler ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Insbesondere während eines Trainings kann der Flüssigkeitsbedarf durchaus auf 2 l/h steigen. Eine gute Mischung, um auch schnell wieder Energien zu erhalten, sind hierbei Mischungen aus Wasser und Fruchtsäften. Alternativ können diese Flüssigkeiten auch über Sportgetränke aufgenommen werden.
Insgesamt sollte ein Sportler, aufgrund der hohen Bedeutung für den Trainingserfolg, auf eine richtige und ausgewogene Ernährung achten. Die oben dargestellte Grundernährung in Verbindung mit der Lebensmittelpyramide stellte das Basiswissen für einen Sportler dar. Ein richtiger Ernährungsplan sollte allerdings immer auf das Trainingsziel und die individuelle Situation abgestimmt werden. Ein schlanker Sportler benötigt unter Umständen mehr Fette als ein stämmiger Sportler. Es ist daher für einen richtigen Ernährungsplan Fachpersonal zu befragen. In jedem Fall ist eine ausgewogene Ernährung für Sportler sinnvoll.